september recap

Sonntag, 8. Oktober 2017 | / | 6 Kommentare
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(1) Kristin & Matthias (2) Sweater Medine via Armedangels (3) Chelsea boots via Lanius

Is it already October?! Wow, time goes by so fast and I'm continuously overwhelmed about this fact. A new month means new recap - and I've got to take a look back on all the things I have done last month. As you might know, I decided to take a break between ending school and starting university, which is why I "only" work some hours right now in order to earn some money and making myself useful instead of just sitting around. I don't work many hours, mostly once or twice a week (only next week it will be three workdays) but it's still something and I feel that this is just the perfect team you could ask for to work with at your first "real" job. Speaking of which, I attended a training course as well, for which I and my colleague Verena had traveled to Salzburg. It was such a great time we had there, meeting other colleagues, talking and learning new and very helpful things in order to do better at the job. Moreover, it was my first time in Salzburg and I have to say that I would have loved to spend more time there.

I did also travel to Vienna for four days, to visit my dear friends Marlene and Ina. They both have been exchange students as well, Marlene to Sweden and Ina to Chile. Marlene visited me in the summer already, but I haven't seen Ina for over a year. It was so good to talk to them, getting updates on our lives and promising us that it won't take so long this time until we'll see each other again. Especially since Vienna isn't that far away!

I didn't only meet these girls there, but also Matthias, the guy with whom I've had a shooting in spring. He contacted me to ask if I would like to shoot again and of course, I said yes. Coincidentally, we were both at the same time in Vienna, so we met and talked about his shooting ideas, which sounded really cool. And then, just some days later, we shot the entire day in this awesome hotel where we were allowed to stay and shoot. I've been editing a bunch of photos already, but I took around 2000, so I'm by far not finished with editing. Sneak peek above and also on my Instagram account @lizblick. Many thanks to the Weingartenhotel Harkamp and my fantastic friend/Make-up Artist Kristin for all the help! You will get to see some results probably already next week on the blog.

Almost everyone from my old class started with University last week and although I absolutely do not regret the decision to take a year "off" - it's crazy seeing all my friends starting with a new chapter in their life, from getting used to the University-life to getting an apartment and everything. Not all of my friends though are at University right now, some of them decided to go abroad. Martina, who already lives in the Netherlands for one month now and Paula, who just departed to Oslo to work there for the local YFU Organization. I miss them both deeply and also my friends from Sweden, with whom I managed to finally skype again last month, I would love to meet more often.

Meanwhile, I'm still busy getting my drivers license (I have the test on Monday, so fingers crossed!) and doing some volunteering for my exchange student organization YFU. I will also spend one week at a seminar with them at the end of October to which I'm really looking forward.
Winter and therefore Christmas is getting closer and closer. So I added some new items to my Wishlist because this Pullover from Armedangels and the Chelsea boots from Lanius look super nice, timeless and seem to be just perfect for colder days.

Also this month I collected my favorite blog posts.
  • Paula is a great photographer and I adore every single one of her photographs. This is just another blog post including beautiful pictures - take a look!
  • Justine has a weekly series on her blog called "Satisfaction Saturday" and these articles are always super interesting and inspiring. This time, she wrote about why we tend to wait for something to happen until we can be happy - while we could also just decide to be happy instead of waiting for it.
  • Kayture is a blog whose founder Kristina Bazan was probably the first one to make blogging famous and a real business. She took a break from blogging but her honesty in her articles didn't change. The dark age, a new chapter of Kayture and Kristina Bazan.
  • Authenticity is super important for me as a reader of blogs and also a huge topic among bloggers themselves. Someone who, in my eyes, still sticks to this, is Jana from bekleidet. Readers could ask her questions and she answered them and isn't afraid of passing her knowledge further on.
  • I found was this awesome blog post on the blog Heylilahey and it shows that ethical fashion really can be cool, modern and affordable. I would love to own every single item, please!

gedanken in schwarzweiß

Montag, 2. Oktober 2017 | / | 2 Kommentare
Ich habe mehr oder weniger meinen Sonntag damit verbracht, irgendeinen Beginn für diesen Blogpost zu finden, aber nachdem es mittlerweile schon zehn Minuten nach Mitternacht und somit Montag ist, habe ich eingesehen, dass der Post wohl nicht mehr wie geplant online gehen wird. Keine Ahnung, warum es mir in letzter Zeit so schwer fällt, ordentliche Introduktionen für meine Texte zu finden - meistens ist es so wie jetzt auch: Ich habe zehntausend Themen und Gedanken, die mich bewegen, die ich gern mit euch teilen möchte, die ich interessant und spannend genug finde, um darüber einen Text oder Kommentar zu schreiben. Aber es endet darin, dass ich die Themen sondiere, irgendwie auf drei oder vier Artikel stoße, die dazupassen und zur weiteren Diskussion anregen. Und dann sitze ich da, mit fünf offenen Tabs, einer davon der Blogpost. Und ich weiß nicht wie ich anfangen soll - daher schreibe ich meist exakt darüber (also über das Problem des Anfangens) und ab da bildet sich Zeile über Zeile eh schon fast wie von selbst.

Nachdem in Österreich schon seit gut zwei Wochen wieder in der Schule und ab heute auch wieder in der Uni gesessen wird, dachte ich mir, ein Bildungstext passt hier ganz gut dazu. Vielleicht nicht ideal zu den Bildern und wahrscheinlich auch nicht ideal zu dem Titel (Text-Bild-Schere nennt man sowas wohl in der Fachsprache) aber es ist zur Abwechslung einmal ein tatsächlich sehr aktueller Text, eben gerade deswegen, weil ab heute wieder allerorts gebüffelt wird. Apropos, dazu auch noch eine kleine Anmerkung meinerseits, bevor mir noch jemand viel Durchhaltevermögen beim Lernen wünschen möchte; Nachdem ich die Matura (das Abitur) also vor ein paar Monaten (erstaunlicherweise) wirklich geschafft habe, habe ich mich dazu entschlossen, ein Jahr Auszeit vom Prüfungslernen zu nehmen. Ich lerne natürlich trotzdem (unteranderem auch für eine Prüfung, für meine Führerscheinprüfung nämlich) und auch sonst lernt man ja, wie es soviele Sprichwörter besagen, nie aus. Beziehungsweise kommt gar nicht drum herum, wenn man halbwegs informiert durch die Weltgeschichte stapfen möchte. Wie auch immer, natürlich "leide" ich auch ein bisschen mit meinen Freundinnen mit, die sich jetzt in das kalte, neue Uni-Wasser wagen, aber gleichzeitig freue ich mich auch, mitzuverfolgen, wie es ihnen so ergeht. Meine Pläne für dieses Jahr sind schnell erklärt, ich arbeite geringfügig nebenbei, also meistens ein bis zwei Mal pro Woche, und neben bereits erwähnter Herausforderung namens Führerschein versuche ich auch die Dinge unterzubringen, die ich bisher, neben der Schulzeit, auch mit viel Freude gemacht habe: ab und zu reisen, ab und zu mich für meine Austauschschülerorganisation in diversen Aktivitäten engagieren und ab und zu mich auch im Nichtstun üben. Vielleicht auch das ein oder andere Shooting mit Freunden machen, vielleicht auch spontan mich wieder einem neuen oder alten Hobby zuwenden.

Zurück zu dem Artikel, den ich euch ans Herz legen möchte. Der Kurier hat ein Interview mit Konrad Paul Liessmann, einem österreichischen Philosophen, anlässlich der Veröffentlichung seines Buches "Bildung als Provokation", geführt. Ich habe schon mehrere Interviews mit Liessmann gelesen, die alle sehr spannend waren und bei denen ich auch einem Großteil seiner Aussagen zustimmen konnte. Vorallem aber beschreibt und kommentiert er jedesmal sehr treffend, wie Bildung aussieht und wie sie aussehen kann - und nicht zuletzt, was Bildung oder gebildet sein eigentlich überhaupt bedeutet.
Ein Zitat:
"Der Gebildete ist übrigens kein wandelndes Lexikon, sondern es geht ihm um Grundlegendes, prinzipielles Wissen, um den Versuch, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, und nicht zuletzt um das Wissen darum, was man nicht weiß."
Ich halte gutes und weites Allgemeinwissen für essentiell im Leben und auch finde ich, dass dieses grundlegende Wissen einfach in viel aktuelleren Zusammenhängen in Schulen und Bildungseinrichtungen vermittelt werden sollte. Was ich in meiner Schulzeit immer sehr vermisst habe, waren die Zusammenhänge, wo man zwischen einzelnen Inhalten und dem Faktenlernen auch diskutieren konnte, inwiefern ein Ereignis Auswirkungen auf ein anderes hat(te). Ich glaube, Verknüpfungen innerhalb der Lerninhalte herzustellen, ist wirklich wichtig, denn das führt auch zu einer eigenständigen Denkweise. Inhalte in starre, fünfzigminütige Fächereinheiten einzuteilen, wird niemals zulassen, dass Themen breiter diskutiert und erarbeitet werden können.
"Dass wir Bildung als gemeinsamen und sozialen Prozess des Lernens und Lehrens versucht haben zu organisieren, hatte ja gute Gründe. Denn es geht dabei auch darum, dass der Einzelne sein Verhältnis zur Welt, und das heißt zu den anderen Menschen, gestalten kann. Mit dem Tablet alleingelassen wird daraus nichts werden."
Oh wie sehr möchte ich diese Aussage Liessmanns unterstreichen! Wenn es um Digitalisierung innerhalb des Schulgebäudes geht, bin ich die Erste, die laut "Ja!" schreit und jubelt, wenn endlich dieses wirklich veraltete Equipment ersetzt wird. Aber - großes Aber: In den Debatten, auch jetzt, während unseres österreichischen Wahlkampfs, werden "Tablets für Volksschulkinder" gefeiert, als wäre dass die größte und ultimative Schulreform. Macht meinetwegen Computer-, Tablet- oder Smartphoneklassen, aber glaubt nicht, dass das etwas mit einer "Bildungsreform" zu tun hat. Wichtiger ist es, zu zeigen, dass Schüler und Schülerinnen wissen, wie sie Laptop & Co. zum selbstständigen Erarbeiten von Wissen nutzen können und vorallem dass sie diese Tools auch explizit als Ergänzung nutzen sollen. Aber wie Liessmann schon schreibt, es geht darum dass der Einzelne sein Verhältnis zur Welt und damit zu anderen Menschen gestalten soll - so innovativ Tabletklassen auch klingen mögen - niemals vergessen, dass Bildung tatsächlich ein gegenseitiger Lernprozess ist - mit einem Tablet allein kann man halt schlecht Argumente diskutieren.

Nachdem soviel Text ja rein visuell auch etwas einsam da steht - ich habe wieder einmal in meinem digitalen Archiv aka Festplatte gestöbert und zwei Bilder von einem Shooting im Oktober vor zwei Jahren mit Monika und Sabeth zur Untermalung gefunden. Wir haben den zweiten Oktober, wir haben den Start von Schule und Uni und die politische Bildungsdebatte geht im Wahlkampf in die nächste Runde - also dafür dass mein Schreibbeginn so holprig war, hab ich doch noch alles irgendwie in einem runden Paket zusammengeschnürt, was thementechnisch zusammengeschnürt werden kann. ;)
Schönen Wochen- und (gefühlten) Herbstbeginn euch!